Ein gemeinsames Dach für
Film und Musik im Vorarlberg

In Vorarlberg gibt es eine lebendige Filmszene. Ein hochprofessionelles Netzwerk entstand in den letzten Jahren, das, beinahe wie ein Trupp Ninjas, sich überraschend formiert, Großartiges leistet, und dann wieder im Dunkel der Nacht entfleucht. Rund um Teddy Maier sammelt sich nun die Truppe, um unter einem (metaphorischen) gemeinsamen Dach zusammen zu arbeiten.

Am 18. Juni wurden wir eingeladen, einen Workshop für die Namensfindung zu leiten. Die illustre Truppe traf sich in Bizau, am Ende des Tals, in einer schönen Hütte zum regen Gedankenaustausch. Im Bild, von links nach rechts: Martin Mühlburger (Frl. Müller & Söhne), Klaus Österle (Zeughaus), Stefan Hagen (als Berater, Hagen Management), Kerem Unterberger (Unterberger KG), Teddy Maier (Tonzoo), Thomas Fenkart (kunstschall) und Manuela Mylonas (Mylonas Werbung+Film). Nicht im Bild ist Oliver Ruhm (Zeughaus).

Der Grund für diesen Zusammenschluss ist einfach erklärt: Vorarlbergs Filmszene besteht aus Einzelkämpfern, die von großen Unternehmen – und davon haben wir ja einige – nicht wahr- oder ernstgenommen werden. So werden viele Produktionen für Wirtschaft und Tourismus im Ausland beauftragt, oft in Köln, Hamburg oder Berlin. Jetzt formiert sich das Filmwerk Vorarlberg einerseits als Qualitätsgemeinschaft und gegen Preis- und Niveaudumping, andererseits als starke Marke für die bessere öffentliche Wahrnehmung. Und zu guter Letzt bringt die Synergie auch praktische Aspekte mit sich: Equipment-Sharing, gemeinsame Weiterbildung und vieles mehr.

Der Workshop dauerte, gestärkt von Teddys großartigem Käsefondue bis spät in die Nacht. Die Luft knisterte förmlich, und eine Woge von knapp 100 Namensvorschlägen entstand. Darunter Geistesblitze wie »Hacklerberrifilm« oder »undschnitt«. Beim Frühstück kumulierte die Energie und formierte sich zum Vorschlag »Filmwerk Vorarlberg«: Doppelbödigkeit (Filmwerk im Sinne von Kunstwerk und im Sinne eines Gebäudes) und das Symbol des Werks als Ort der gemeinsamen Arbeit an etwas Größeren. Mission erfolgreich!

Das Zeichen des Filmwerks entstand räumlich — nachdem wir uns auf das Symbol des Holzwerks geeinigt hatten. Holz war das Medium unserer Wahl: erstens ist es ein heimischer Werkstoff (der Nussbaum stand hinter dem Haus von Olivers Oma), zweitens bietet Holz enorme haptische und olfaktorische Qualität (mit chinesischem Tung-Öl behandelt umso mehr). An dieser Stelle herzlichen Dank an Harald Ruhm, der uns mit großer Geduld und viel Mühe unterstützt hat! Die Proportionen wollten aber trotzdem nicht gelingen, und so besannen wir uns auf das Prinzip des goldenen Schnitts.

Dieses natürliche Gestaltungsprinzip des Goldenen Schnitts basiert auf einem Seitenverhältnis Φ (Phi) = 1:1,6180339887… und bildet so ziemlich das Rückgrat jedes Designs in der Tier- und Pflanzenwelt sowie der kosmischen Ordnung. So setzten wir für die finale Umsetzung das Filmwerk ganz in diesem geometrischen Prinzip um. Und es passte. Die verwendete Schrift ist die Scout Condensed von Font Bureau, ein sehr starker und geometrischer Font. Die Neigung der Schrift zieht einen Raum auf und bildet die cineastische Komponente.

Wir wünschen dem Filmwerk Vorarlberg einen erfolgreichen Start und freuen uns auf die weiteren Gelegenheiten der Zusammenarbeit. Für die Visitenkarten. Oder die Website. Oder ein Kundenmailing. Wir können es kaum erwarten. Danke für euer Vertrauen und die Gelegenheit, mit euch zu arbeiten!