Was krabbelt denn da?

Kammerjäger. Was für ein Wort! Geradezu romantisch entfalten sich Szenen der Pirsch und Jagd, ein Waldhorn erklingt, das Trippeln der Nagetierfüße hallt durch die Nacht. Und dann: die Falle schnappt zu. Dem Störenfried ist der Garaus gemacht. Was für eine Nacht.

Ganz anders dagegen: der Schädlingsbekämpfer. Giftstreuer und Nesträuber, gasmaskenvermummter Infanterist einer toxischen Armee. 

Wer will man sein? Diese Frage stellten wir uns gemeinsam mit Ronald und Daniela Knoll, die seit Jahren einen erfolgreichen Meisterbetrieb führen. Die neue Marke heißt, wenig überraschend, Knoll Kammerjäger. Bei ihnen Kammerjäger steht die biologische Arbeit im Vordergrund: Tauben vertreiben statt töten. Nützlinge zur Bekämpfung von Schädlingen einsetzen. Thermische Behandlung statt Gift.

Für das Corporate Design haben wir uns die Lebensräume der kleinen Gäste angeschaut: die Ritzen und Fugen, Spalten und Pfützen. Umgesetzt haben wir diese Mikrolebensräume als handgemachte Linolschnitte, für die Madeleine eine Woche geschnitzt und gedruckt hat.

Neben den üblichen Geschäftsdrucksachen entstand auch die neue Website. Dort können Besucher Fotos ihrer krabbelnden Gäste hochladen und den kostenlosen Bestimmungsservice nutzen. Die Bilder der Käfer, Pilze, Spinnen und Nager wandern hernach ins seiteneigene Gästebuch.

Wir freuen uns mit Ronald und Daniela über das gute Feedback, das die beiden für das neue Branding erhalten und wünschen allseits gute Jagd, oder besser gesagt: Waidmannsheil.

                                
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| Fotos | Patricia Keckeis |
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